Die Worte von Johannes Paul II. während der Homilie auf dem Platz des Sieges in Warschau „Es fahre Dein Geist hinab, es fahre Dein Geist hinab und erneuere das Antlitz der Erde. Dieser Erde.“ wurde zu einer der ersten Losungen der ein Jahr später entstehenden „Solidarność“.
Im August des Jahres 1980 brach in Gdańsk eine Streikwelle aus, die schnell auf ganz Polen übergriff und zur Legalisierung der Unabhängigen Selbstverwaltenden Gewerkschaft „Solidarność” – einer wirklich unabhängigen Gewerkschaftsbewegung führte.
Grund für die Einführung des Kriegszustandes war die Angst des kommunistischen Regimes vor dem Verlust der Macht und der ständig wachsenden Bedeutung der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung, insbesondere der „Solidarność”.
Der Vorsitzende der Unabhängigen Selbstverwaltenden Gewerkschaft „Solidarność” erhält den Friedensnobelpreis für seine Verdienste bei der :Lösung von Konflikten und Missverständnissen auf dem Wege friedlicher Verhandlungen“.
Die Verhandlungen am „Runden Tisch“, an dem zum ersten Mal östlich der Elbe zusammen Vertreter der Regierungsseite und der Opposition Platz nahmen, machten den Anfang für die tiefgreifenden Systemänderungen in Europa.
Obwohl die Juniwahlen in Polen noch nicht vollständig demokratisch waren, stellen sie doch einen der wichtigsten Momente in der neuesten Geschichte von Mittel- und Osteuropa dar. In Wirklichkeit waren die Wahlen ein Referendum „für“ oder „gegen“ die Herrschaft der Kommunisten in Polen.
Der Sejm, das polnische Parlament, wählte Tadeusz Mazowiecki zum Premierminister Dies war die erste nichtkommunistische Regierung in den Ostblockstaaten, die damals von den ehemaligen Verbündeten der kommunistischen Partei unterstützt wurde.
Am 22. Dezember des Jahres 1990 wurde der legendäre Führer der „Solidarność“ der nach dem 2. Weltkrieg erste demokratisch gewählte Präsident der Republik Polen. Zum Zeichen des Bruchs mit der vorherigen Gesellschaftsordnung übernimmt Lech Wałęsa die Insignien der Herrschaft von Ryszard Kaczorowski, dem letzten Präsidenten der Republik Polen in der Emigration.
Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 und Unterzeichnung des Vertrages zur Festlegung der Bedingungen der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990.
Am 8. Dezember 1991 unterzeichnen die Präsidenten Russlands, Weißrusslands und der Ukraine die Vereinbarung von Białowieża, in welcher die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten gegründet wurde. Am 26. Dezember des Jahres 1991 hörte die Sowjetunion auf zu existieren. Viele Völker gewannen ihre Unabhängigkeit zurück.
Polen, Tschechien und Ungarn treten dem Nordatlantikpakt bei.
Den Beginn der Revolutionen in den ehemaligen Sowjetrepubliken stellten Proteste in Georgien über gefälschte Wahlen dar. Im Jahre 2004 brach die orange Revolution in der Ukraine aus, ein Jahr später in Kirgisien.
10 Staaten aus Mitteleuropa werden Mitglieder der Europäischen Union. Dieses Ereignis wurde zum Symbol der Einheit des Kontinents und des Endes der Teilung von Jalta.
Polen tritt zusammen mit acht anderen neuen EU-Mitgliedsstaaten dem Schengener Abkommen bei – dem Bereich ohne Grenzkontrollen in den Grenzen der Europäischen Union. Dies war ein weiterer Schritt in Richtung der Europäischen Integration.
Heute können wir uns dank der „Solidarność“ der Freiheit im vereinten Europa erfreuen. Wir dürfen jedoch nie vergessen, dass viele Völker diese Privilegien nicht genießen. Unsere Pflicht ist die solidarische Unterstützung der prodemokratischen Bewegungen in Weißrussland, Kuba, Tibet, China und überall dort, wo Menschen das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung abgesprochen wird.
Projekt „Solidarität für die Zukunft”
Im Jahre 1983 verlieh das Nobelpreiskomitee Lech Wałęsa den Friedensnobelpreis in Anerkennung der Leistungen der Gewerkschaft „Solidarność“ [Solidarität] für den Aufbau von Freiheit und Demokratie in Polen.
Der von der „Solidarność” eingeschrittene Weg eröffnete neue Chancen für unsere Zivilisation. Die friedliche Revolution der „Solidarność” im Namen des Rechts auf würdiges Leben und Entwicklung riss Mauern nieder und beseitigte Freiheitsbeschränkungen. Sie gab den wahren wirtschaftlichen Umwälzungen in Polen und der gesamten Region Mitteleuropa ihren Anfang.
Der politische Sieg der „Solidarność” trug zum Niedergang des kommunistischen Regimes und zur friedlichen Vereinigung von Europa bei.
Das Projekt „Solidarität für die Zukunft“, das vom Lech-Wałęsa-Institut initiiert wurde, soll der Bildung der jungen Generation dienen und die internationale öffentliche Meinung daran erinnern, welche Rolle die Solidarność im friedlichen Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit gespielt hat.









